Warum springt ein Teufel über Babys? Die 4 skurrilsten Dorftraditionen der Welt
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Stell dir vor, du lebst in einem beschaulichen Dorf. Die Vögel zwitschern, die Nachbarn grüßen höflich, und einmal im Jahr springt ein als Teufel verkleideter Mann über dein neugeborenes Baby.
Willkommen in der wunderbaren, völlig verrückten Welt der Dorftraditionen! Während wir in den Städten oft schon froh sind, wenn wir den Namen unseres Nachbarn kennen, pflegen ländliche Gemeinden Bräuche, bei denen man sich fragt: „Wer kam als Erster auf diese Idee – und wie viel Met war im Spiel?“
Hier sind vier der skurrilsten Traditionen, die beweisen, dass Dorfleben alles andere als langweilig ist.
1. El Colacho: Der Baby-Sprung (Spanien)
In der kleinen Ortschaft Castrillo de Murcia wird das Thema „Segen von oben“ wörtlich genommen. Seit dem 17. Jahrhundert verkleiden sich Männer als Teufel (El Colacho) und springen mit Anlauf über Matratzen, auf denen Babys liegen, die im vergangenen Jahr geboren wurden.
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Der Sinn: Es soll die Kinder von der Erbsünde reinigen und vor Krankheiten schützen.
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Der Nervenkitzel: Man hofft einfach instinktiv, dass der „Teufel“ im Sportunterricht beim Thema Weitsprung gut aufgepasst hat.
2. Cooper’s Hill Cheese-Rolling (England)
Man nehme einen extrem steilen Hügel, einen drei Kilogramm schweren Laib Double Gloucester Käse und eine Gruppe furchtloser (oder lebensmüder) Menschen. In Gloucestershire rollt man den Käse den Berg hinunter – und die Teilnehmer stürzen hinterher.
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Das Ziel: Den Käse fangen (fast unmöglich, da er bis zu 110 km/h erreicht) oder als Erster die Ziellinie überqueren.
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Der Preis: Der Käse selbst. Und vermutlich ein paar sehr beeindruckende blaue Flecken.
3. Mari Lwyd: Das Skelett-Pferd (Wales)
Wenn du zur Weihnachtszeit in einem walisischen Dorf wohnst, könnte es passieren, dass ein Pferdeskelett an deine Tür klopft. Die Mari Lwyd besteht aus einem echten Pferdeschädel auf einer Stange, geschmückt mit Bändern und getragen von einer Person unter einem weißen Laken.
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Der Ablauf: Es gibt einen rituellen Reim-Wettbewerb an der Haustür. Wenn das Pferd gewinnt, musst du es reinlassen und bewirten.
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Der Vibe: Eine Mischung aus weihnachtlicher Besinnlichkeit und einem Fiebertraum von Tim Burton.
4. Weltmeisterschaft im Frauentragen (Finnland)
In Sonkajärvi nehmen Männer ihre Partnerinnen buchstäblich „auf die leichte Schulter“ – oder meistens kopfüber in der „estnischen Technik“. Ein Hindernisparcours muss überwunden werden, während die Dame sich am Rücken des Mannes festklammert.
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Der Hauptpreis: Die traditionelle Belohnung ist das Gewicht der Frau in Bier.
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Die Romantik: Wenn man gemeinsam durch ein Wasserbecken gewatet ist und den Sand aus den Ohren gepuhlt hat, schweißt das definitiv zusammen.
Warum machen wir das?
Man könnte diese Bräuche als reinen Wahnsinn abtun, aber eigentlich sind sie der Klebstoff unserer Gesellschaft. Sie schaffen Identität, bringen Menschen zum Lachen und sorgen dafür, dass Geschichten von Generation zu Generation weitergegeben werden.
Außerdem: Ein Dorf, das gemeinsam einem Käselaib hinterherjagt, streitet sich vermutlich seltener über den zu hohen Gartenzaun.
Ehrliche Meinung: Wir persönlich würden den Käse lieber im Sitzen essen, aber den Mut der Käse-Jäger muss man einfach bewundern.
Welche skurrile Tradition aus deiner Region (oder deinem letzten Urlaub) hat dich am meisten fassungslos gemacht?